Orthokeratologie | Was ist Orthokeratologie | Beratung | Behandlung


Was ist Orthokeratologie?

Orthokeratologie (Ortho-K) ist eine Technik, die sich formstabiler Kontaktlinsen mit spezieller Rückflächengeometrie (Design) bedient, um die zentralen Hornhautkurven abzuflachen, die Hornhautperipherie zu versteilen und damit die Myopie und die Hornhautverkrümmung zu vermindern.

Diese Kontaktlinsen werden nur über Nacht während des Schlafes getragen, um tagsüber während der Wachphase eine optimale Sehschärfe ohne Hilfsmittel wie Brille oder Kontaktlinsen zu erzielen. Diese moderne und beschleunigte Orthokeratologie führt zu einer gezielten und vorhersagbaren Formveränderung der Hornhaut durch das Tragen der Kontaktlinsen während der Nacht (nicht Therapie). Die Hornhautform wird aber in dieser "over night-Tragephase" in keinerweise belastet oder gar geschädigt. Ziel dieser Technik ist die zeitweilige Verminderung der Kurzsichtigkeit durch den programmierten Gebrauch von stabilen Kontaktlinsen.

Wie lange kennt man diese Orthokeratologie-Technik schon?

Orthokeratologie ist keinesfalls eine neue Idee. Diese Technik wurde schon 1962 von Jessen erwähnt und auch experimentell praktiziert. Man versuchte in den 60 er Jahren sehr flach angepasste Kontaktlinsen aus reinem Plexiglas (harte KL) einzusetzen, welche die Hornhautform langsam abflachte und somit eine Verminderung der Kurzsichtigkeit erreichte.

Vergleich frueher heute

Die Erfolge waren eher bescheiden (bis zu max. 3 Dioptrien Kurzsichtigkeit) und nur durch viele Linsengeometrien zu erreichen. Man musste viele Dutzende von Kontaktlinsen anpassen und zeitlich konnte diese Methode Monate bis Jahre dauern. Durch die zu flache Anpassung rutschten die Kontaktlinsen an die Peripherie und somit war die Vorhersage der Kurzsichtigkeit nicht mehr berechenbar. Erst durch die Entwicklung neuer Rückflächen- Geometrien von Kontaktlinsen (reverser Rückflächen) (seit 1993) ist die Methodik der beschleunigten Orthokeratologie sicher, schnell und vor allem berechenbar geworden. Seitdem spricht man von einer beschleunigten oder modernen Orthokeratologie.

Wie funktioniert Orthokeratologie?

Orthokeratologie-Linsen werden so angepasst, dass sie mit ihrem zentralen flachen Teil der Hornhaut eine neue Form geben. Diese Abflachung erzeugt dann eine andere Brechung des einfallenden Lichtes ins Auge und kann somit ein scharfes Bild auf die Netzhaut projizieren.

Therapie

Die Veränderung geschieht nicht nur auf der Vorderfläche der Hornhaut. Man vermutet nicht nur eine Verformung der Hornhautvorderfläche, sondern eine Beteiligung der obersten Schicht der Hornhaut (Epithel). Diese Epithelzellen bewirken durch eine Umverteilung ebenfalls eine Verdickung der Hornhaut-Peripherie und somit kann vorausgesagt werden, dass diese Orthokeratologie-Methode eventuell positiv und nachhaltig auch die Fehlsichtigkeit beeinflusst.



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